Berlin - Bevor ich mich an den Schreibtisch setzte, war mir draußen ein vierjähriges Mädchen strahlend auf dem Laufrad entgegengekommen. Gerade hatte sie ihr Brüderchen abgehängt und vergnügt geschrien: „Erster!“ Dass sie sich mit einem generischen Maskulinum bezeichnete, dürfte der Kleinen wohl kaum bewusst gewesen sein. Aber auch erwachsene Damen hier im Osten nennen ihren Beruf „Lehrer“ oder „Ingenieur“ –wohl ein Erbe ihrer DDR-Sozialisation, die Frauen den Zugang zu klassischen Männerberufen erleichterte.

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