LüneburgZwei junge Menschen haben sich an meine Fersen geheftet oder vielmehr: an die Klauen meiner Schafe. Sie sind Veganer und Schafsfreaks und sie hatten zwei Böcke vorm Schlachten gerettet und suchten für die beiden eine Bleibe. Demnächst können sich die Böcke meiner 30-köpfigen Herde anschließen, und die beiden jungen Menschen (ich nenne sie voller Zuneigung die „Welpen“) wuppen mir sonnabends den Laden.

Es ist erstaunlich, was man alles gebacken kriegt, wenn man jung, kräftig und hilfsbereit ist. Da gab es zum Beispiel diesen großen Ast, der in etlichen Meter Höhe an meinem Hausdach kratzte. Mein lieber Freund H. und ich berieten, wie man ihm wohl beikommen könne: Leiter hierhin oder besseren dorthin? Er habe einen anderen Vorschlag, sagte einer der „Welpen“ höflich. Wir reichten ihm die Säge und der junge Mann glitt einarmig den Stamm hinauf wie eine Schlange.

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