BerlinVon „der größten Krise der Schweinehaltung seit Jahrzehnten“ spricht der Präsident des Deutschen Bauernverbandes Joachim Rukwied, ausgelöst durch die inzwischen nach Deutschland vorgedrungene Afrikanische Schweinepest sowie durch die Corona-Pandemie. Und bereits am 9. Oktober berichtete die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Renate Otte-Kinast unter Tränen von verzweifelten Landwirten, die sie anriefen und teilweise androhten, ihre Schweine und sich umzubringen.

Bei mir als Veganerin lösen solche Meldungen ein Gefühlsdurcheinander aus, das sogar in diesem ohnehin chaotischen Corona-Jahr noch bemerkenswert ist. Zunächst einmal verwirrt es mich, dass keiner auf den Umstand zu sprechen kommt, dass wir beide Seuchen – Corona und ASP – dem exzessiven, grenzenlosen und zahlenmäßig immer stärker ausufernden Zugriff der Menschen auf andere Tiere zu verdanken haben. Irritierend auch, dass Schweinewirte damit „drohen“, ihre Schweine umzubringen – denn genau das haben sie ja ohnehin vor. Normalerweise nennt man es allerdings „schlachten“, aber für die Schweine macht dies ja keinen Unterschied.

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