Studenten in München, 1968
Foto: imago images/United Archives International

Berlin - Auf dem viel zu schnell auf den Haufen der saisonalen Neuerscheinungen abgeschobenen Album „Rough and Rowdy Ways“ von Bob Dylan gibt es das im Rhythmus eines Stoptime-Blues vorgetragene Stück „False Prophet“. Er sei kein falscher Prophet, lässt Dylan darin sein lyrisches Ich singen: „I just know, what I know“ („Ich weiß eben, was ich weiß“).

Fast, möchte man meinen, reiht sich der Meister der andeutungsreichen Verschlüsselung hier ein in eine nicht selten zum Ausdruck kommende, resignative Sprecherhaltung, der zufolge jede weitere Erörterung vergeblich ist. Das Wissen der Welt steht nicht mehr bereit, abgerufen zu werden, sondern scheint nur noch ein lästiger Restposten zu sein, der gelegentlich ungefragt zur Sprache kommt, dann aber umso heftiger.

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