Mit kuriosen Begründungen wurde Frauen einst das Wahlrecht verwehrt. Frauen seien emotional unzuverlässig und würden nicht über jenen klaren Verstand verfügen, der unerlässlich ist, um politische Urteile zu fällen, hieß es. Daher sei es nur folgerichtig, wenn Frauen öffentlich nicht für sich selbst sprechen oder gar wählen dürften, sondern darin von ihren Ehemännern, Vätern oder Brüder vertreten würden. Auf den Gedanken, dass diese Männer – zumal wenn es sich um Trinker oder Sadisten handelte – womöglich viel instabiler sein könnten, als es ihren Gattinnen, Töchtern oder Schwestern zugeschrieben wurde, verfielen die Gesetzgeber nicht. Wie auch – waren sie doch selbst Männer.

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