Politische Kräfte erfinden Geschichte, um in den Augen der Welt günstiger auszusehen. Mosambik hat es mit einer doppelten Erfindung von Historie zu tun: Der junge Staat stellt die vorkolonialen Verhältnisse als harmonisches Paradies dar. Die Kolonialmacht Portugal wiederum überzeichnete ihren Hauptgegner, das Königreich Gaza im südlichen Mosambik, als echte Macht – so stand man als starker Sieger da. Beide Darstellungen haben wenig mit der Wirklichkeit zu tun.

Den Lügen  stellt der mosambikanische Schriftsteller Mia Couto, 62, in seinem Roman „Imani“ ein anderes,  vom Wissen der Bevölkerung getragenes Bild gegenüber. Wir trafen ihn auf der Leipziger Buchmesse,  in einem ruhigen Nebenraum, wo sich der stille Autor wohler fühlt als im Getümmel.

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