Michael Diller in seinem Atelier in der Pappelallee, 1990
Michael Diller in seinem Atelier in der Pappelallee, 1990
Foto: Wolfgang Kunz

Berlin - Freilich hatte Michael Diller seinen „Schielenden“ mit einem Wortspiel betitelt, seinen Doppelsinn in die Radierplatte geritzt, dieses zur Maske unkenntliche Gesicht des Mannes und den entblößten Körper. Der ist hühnerbrüstig mager, eckig fast, verletzbar ausgesetzt, existenzialistisch. Eine Egon-Schiele-Gestalt eben, ein „Ecce homo“ wie er im Buche steht. Kein Held, eher ein Leidender, aber ein Märtyrer, der sich still zu wehren weiß, sich entzieht – jeder Festlegung, jeder Vereinnahmung oder Anpassung.

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