Michael Gwisdek.
Foto: Imago Stock

Berlin - Mach nicht wieder Quatsch, Micha. Ich habe doch gesehen, wie du nach einem Pistolenschuss zusammengesunken und liegengeblieben bist, oder wie du mit abgewendetem Gesicht gegen eine Wand ranntest und ohnmächtig wurdest. Jedes Mal bist du wieder aufgestanden. Privat hast du ja immer solchen Quatsch gemacht. Zum Beispiel irritiertest du auf Partys als Besoffener. Wer nicht wusste, dass du, ein Gastwirtssohn, niemals Alkohol trinkst, fiel drauf rein. Aber selbst bei den Dreharbeiten zu „Hälfte des Lebens“ – dem unvergesslichen Film über die verzweifelte Liebe des Poeten zu einer verheirateten Frau – bist du bei den Kameraproben immer wieder über eine Schwelle gestolpert. Beim Drehen dann nicht mehr, da kam der Profi. Aber du hast es genossen, mit einer Idee und deinem trainierten Körpers Leute zu erschrecken, aus dem Augenwinkel zu beobachten, wie sie reagieren.

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