Schreiben Sie noch echte Postkarten, wenn Sie verreist sind? Ich ja. Nicht gern allerdings. Es macht zwar Spaß, sie zu kaufen und herauszufinden, wo außer in Postämtern es Briefmarken gibt. In Frankreich etwa waren das früher zuverlässig die „Tabac“-Läden. Jetzt gibt es dort in manchen nur Marken fürs Inland oder es gibt sie nur mittwochs oder nur im Zehnerpack. Hier fündig zu werden, ist ein gutes Projekt, um von der Ergebnisorientierung in eine urlaubliche Der-Weg-ist-das-Ziel-Mentalität überzugleiten.

Dann jedoch sitzt man an einem Tischchen im Café, Stift in der Hand, und die Stunde der Wahrheit ist gekommen. Was soll man schreiben? Ob, wohin man verreist ist, die Sonne scheint, sehen die, die es interessiert, auf ihrer Wetter-App, das Essen „ist“ nicht wie einst im Ferienheim, sondern so wie man es eben bestellt, wie voll die Strände sind, haben alle schon den geposteten Fotos entnommen, privatere Details möchte man analogen Karten nicht anvertrauen. Wozu also lohnte die Mühe der Handschrift? Welche Botschaft passt auf eine Karte?

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