Der Tag wurde gerade zur Nacht, und wir hatten uns entschieden zu bleiben. Eine Frau singt von Elefantenmüttern, ihr Schatten wiederholt sich an der Wand: rot, blau, gelb und lila. Sie singt von kleinen Sachen: Muscheln, Brot, was hätte sein können, Insekten. Sie hört auf und ich merke, ich habe sie während des ganzen letzten Liedes angelächelt.

Ich will weinen. Nicht weil ich traurig bin, sondern weil es sich plötzlich anfühlt, als hätte es keinen Zweck mehr, etwas zurückzuhalten. Sie sagt, ihr Name sei Alex Spencer; man solle ihr Album kaufen. Ich frage mich, ob das schnelle Vorbeifliegen diese Momente besonders wertvoll macht oder besonders vergeblich. Hätten wir die Ewigkeit, wär es egal. Würde alles jetzt enden, wär es egal. Stattdessen haben wir dieses Zwischending: die Zeit.

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