Auf dem Parkfriedhof Neukölln ist noch Platz.
Foto: Clemensfranz/Wikipedia/CC BY-SA 4.0

Berlin - Für eine Stadt, die den Tod in ihrer Mitte trägt, weiß Berlin wenig von der Trauer. Im öffentlichen Raum kommt sie allenfalls in routinierten Kranzablage-Ritualen. Für die Generation Ü60 steht Berlin noch immer für Krieg, Terror und Völkermord, es ist der Stadt bloß rabiat egal. Das gilt erst recht für das Abseits der großen Geschichte. Die Friedhöfe zwischen Neukölln und Wedding sind Parks, die sich mit Ehrengräbern für Geheimräte des 19. Jahrhunderts überbieten. Neue Grabstätten streuen sich unauffällig dazwischen, drängeln sich auf Urnenfeldern oder quetschen sich an die Friedhofsmauern. Berlin ist heute nur kaum kleiner als vor 100 Jahren, aber damals scheint raumgreifender gestorben worden zu sein.

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