Berlin - Berlin lässt sich immer auf Orte reduzieren. Das spürte ich, als ich wegzog. In Tel Aviv schoss mir am Flughafen Ben-Gurion alles mögliche in den Kopf, die Reichshauptstadt, Pogrome, neueste antisemitische Übergriffe im Prenzlauer Berg, aber der Sicherheitsmann sagte: „Oh, I love Berlin! I love the Tempelhofer Feld!“ Als mich später Israelis besuchten, wollten sie ins Berghain. Wenn mich mein Vater besuchte, wollte er ins ehemalige Stasi-Gefängnis nach Hohenschönhausen und sich das Scheitern des Sozialismus bestätigen lassen. Freunde vom bayerischen Land wollten die Mauer anfassen und sich die Existenz dieses gescheiterten Sozialismus bestätigen lassen. Dann wollten alle meistens ein Bier.

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