Laut der Gesellschaft für deutsche Sprache war Mohammed 2018 der am häufigsten vergebene Erstname für Jungs in Berlin. Diese Meldung hatte kürzlich das übliche Echo gefunden. Es gab eine reißerische Bild-Schlagzeile und einen Facebook-Post der AfD, die das natürlich als Zeichen der drohenden Islamisierung werteten. Ich weiß nicht, ob Sie diese Facebook-Bilder der AfD kennen. Das sind die, die immer so aussehen, als hätte meine fünfjährige Nichte mit dem Bildbearbeitungsprogramm eines Smartphones gespielt. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass meine Nichte auf Selfies lustige Comicaugen einfügt und keine rassistischen Verunglimpfungen. Von den über 22.000 neugeborenen Jungen in Berlin wurden vergangenes Jahr 52 Mohammed genannt, wenn man weitere Schreibweisen wie Mohammad oder Mohamad dazu nimmt, waren es 280.

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