Kulturstaatsministerin Monika Grütters ist um gute Stimmung bemüht. Nach der ersten Sitzung der Reformkommission, die über die Umstrukturierung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) befinden soll, betonte sie die Bedeutung von Kooperation. Es sei ihr wichtig, so Grütters, „dass in die Reformdebatte nicht nur die Leitung der SPK und die Länder, sondern auch die Direktorinnen und Direktoren der Einrichtungen und die Mitarbeiter aktiv eingebunden werden“.

Ganz so versöhnlich hatte es zuletzt nicht geklungen. Die Direktoren der Staatlichen Museen sahen sich scharfer Kritik seitens ihrer obersten Dienstherrin ausgesetzt, in unmissverständlichem Ton hatte sie das Sicherheitskonzept der Häuser auf der Museumsinsel infrage gestellt. Nicht ganz zu Unrecht. Überwachungskameras waren, wie es jetzt heißt, „unbemerkt ausgefallen“, Aufnahmen funktionierender Kameras seien indes nicht gespeichert worden. So tappen die Ermittler bei der Aufklärung der Beschädigung von mehr als 60 Artefakten, die während der Öffnungszeit am 3. Oktober in Mitleidenschaft gezogen wurden, weiter im Dunkeln. Nur ein geringer Teil der mit einer öligen Flüssigkeit traktierten Skulpturen und Kunstgegenstände konnte gereinigt werden, rund 50 müssen vermutlich aufwendig restauriert werden. Bei der Flüssigkeit habe es sich mutmaßlich um ein Pflanzenöl gehandelt. Welche Rückschlüsse sich daraus auf die Täterschaft ergeben, ist derzeit Gegenstand weiterer Ermittlungen.

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