Miami sei ein „wunderschöner Alptraum“, hat Tarell Alvin McCraney gesagt – und damit am besten den Film beschrieben, der auf seinem Theaterstück basiert. „Moonlight“, das ist zunächst einmal ein Wunderwerk aus Licht und Farbe. Das tropische Grün der Palmen, das Blau des Himmels und die sichtbare Luftfeuchte unter karibischer Sonne evozieren alles, was man beim Wort Florida erwartet und ersehnt. Dass dies auch in anderem Sinne ein Film über Farbe ist, dürfte sich herumgesprochen haben. Eine traurige, oft schlimme Geschichte wird hier erzählt, die zu großen Teilen auf McCraneys eigenem Erleben basiert. Der Regisseur Barry Jenkins, im selben Armenviertel aufgewachsen, hat sich darin wiederentdeckt. Vor allem aber hat er in dem Stück eine den Realitäten trotzende Schönheit erkannt, die sich wohl doch nur im Film verwirklichen lässt. Der Titel des Dramas enthüllt die ganze Magie: „In Moonlight Black Boys Look Blue“.

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