New York- Der Österreicher Max Hollein ist seit zwei Jahren der Kapitän auf dem Museums-Flaggschiff der USA, dem New Yorker Metropolitan Museum. Es ist das größte Ausstellungshaus der Welt. Ist der Haupttempel dieser traditionell von Sponsoren – also Bürgersinn – und von massenhaft Ehrenamtlichen getragenen Museumslandschaft angeschlagen, bekommen alle anderen Schlagseite. Darauf hat auch der US-Wahlausgang keinen Einfluss. Für die Finanzierung der 35.000 Museen in den 50 Bundesstaaten sei es egal, wer im Weißen Haus regiere, sagt der berühmte Kunsthistoriker, Jahrgang 1969. Er ist Sohn des noch berühmteren Wiener Architekten Hans Hollein, der natürlich wie so viele seiner Zunft alle Erwartungen auf den künftigen US-Präsidenten Joe Biden setzt. Die Lage sei ernst, aber nicht hoffnungslos.

Laut American Alliance of Museums (AAM) sind in den Staaten nun mindestens 12.000 US-Museen existenzbedroht: 726.000 Arbeitsplätze hängen, so die Erhebung, direkt oder indirekt von den Ausstellungshäusern ab. Diese trugen bis Frühjahr 2020, also bis zum Lockdown, fünfzig Milliarden Dollar pro Jahr zum amerikanischen Bruttosozialprodukt bei. Durch die Vollschließung verloren alle Museen in den USA zusammen täglich 33 Millionen Dollar.

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