Potsdam - Das Museum Barberini hat vier neue Schätze von Claude Monet in seiner Sammlung. Die vier nahezu unbekannten Gemälde ergänzten als Dauerleihgaben der Stiftung von Museumsgründer Hasso Plattner den Bestand impressionistischer Werke, wie das Museum am Donnerstag mitteilte. „Der Tümpel im Schnee“, „Der kugelförmige Baum in Argenteuil“, „Der Apfelbaum“ und „Das Parlament, Sonnenuntergang“ entstanden zwischen 1874 und 1901/03 und waren zuvor nicht oder kaum öffentlich zugänglich, weil sie sich in privaten Sammlungen befanden.

Die neu erworbene Schneelandschaft wurde nach Angaben des Barberini bisher nur einmal ausgestellt - und zwar 1879 in Paris. Das Gemälde aus der Serie der Houses of Parliament sei zuletzt 1976 öffentlich zugänglich gewesen. Mit diesem Werk seien nun drei Serien Monets mit wichtigen Beispielen in der Sammlung Plattner vertreten: die Getreideschober, die Seerosen und die Houses of Parliaments.

Direktorin Ortrud Westheider sprach von einer Sensation. „Sie sind für sich ein repräsentativer Querschnitt durch das Werk von Claude Monet“, sagte sie. Zunächst zeigt das Museum die Werke in einem eigenen Raum, dann sollen sie zu Gemälden kommen, die thematisch dazu passen.

Das Museum Barberini zeigt in der Impressionismus-Sammlung von SAP-Mitgründer Hasso Plattner dauerhaft über 100 Meisterwerke von Monet, Auguste Renoir, Alfred Sisley und anderen Künstlern. Mit 34 Gemälden von Monet sind nach Angaben des Museums nur in Paris mehr Werke dieses Künstlers an einem Ort zu finden.

Das Gemälde „Das Parlament, Sonnenuntergang“ soll vom 25. Februar bis 11. Juni kommenden Jahres einen zentralen Platz in der Ausstellung „Sonne. Quelle des Lichts in der Kunst“ einnehmen, die in Kooperation mit dem Musée Marmottan Monet in Paris geplant ist.