Aus einem der wenigen Fenster des am  Wochenende eröffneten Bauhaus-Museums in Weimar sieht man in der Ferne den Glockenturm des Denkmals auf dem Ettersberg, das an das KZ Buchenwald erinnert. Ein irrwitziges Spannungsfeld öffnet sich: Das Bauhaus-Museum soll 100 Jahre nach der Gründung der so wichtigen deutschen Kunstschule das idyllische Goethe-Schiller-Amalia-Selbstbild der Stadt um diesen Markstein der Klassischen Moderne ergänzen und zugleich deren Ambivalenz zeigen.
Man erinnert sich: Bauhaus-Schüler haben Konzentrationslager geplant und wurden in Konzentrationslagern umgebracht. Das Bauhaus empfand sich seit 1919 als die Stätte der aufgeklärten Moderne schlechthin.

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