Berlin - Das Jubiläum eines Konzertsaals zu feiern, ist schon unter Normalbedingungen eine Herausforderung. In Zeiten, in denen der Konzertsaal nicht für das Publikum geöffnet werden darf, grenzt die Aufgabe ans Absurde. Und im Fall des Konzerthauses am Gendarmenmarkt streift der Fall gar das Tragikomische.

Denn geplant war eine große Aufführung von Carl Maria von Webers „Freischütz“ am 18. Juni, genau 200 Jahre nach der Uraufführung 1821. Die katalanische Bühneneffekt-Schmiede La Fura dels Baus wurde mit der Inszenierung betraut. Aufgrund des berüchtigt hohen technischen Aufwands der Gruppe musste im Februar eine Entscheidung getroffen werden, ob die Aufführung mit oder ohne Publikum stattfinden würde. Man gab aufgrund der dramatischen Pandemie-Entwicklung die Saison verloren und ermöglichte damit die Ausbreitung der digital-immersiven Technik im gesamten Zuschauerraum. Der „Freischütz“ wird also auf jeden Fall im leeren Saal stattfinden und nur im Stream zu bewundern sein – während eine Woche vorher nach aktuellem Stand die Opernhäuser wieder Publikum in ihre Premieren lassen werden.

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