Berlin - Als die Rolling Stones um Keith Richards und Mick Jagger noch energisch den Alleinvertretungsanspruch für juvenile Ungezogenheit erhoben, wirkte deren Schlagzeuger Charlie Watts bereits wie ein Beifang, den es in schlechte Gesellschaft gespült hatte. Meist akkurat gekleidet, wirkte er vornehmer und erwachsener als die exzesserprobten Kollegen. Zu dritt bilden sie seit über einem halben Jahrhundert die Kernbesetzung der erfolgreichsten Blues- und Rockband der Welt.

Die ersten musikalischen Berührungspunkte ergaben sich in den frühen 60er-Jahren, als Charlie Watts vorübergehend bei einer Band namens Blues Incorporated anheuerte, in der der aus Österreich stammende Alexis Korner zum Herbergsvater gleich mehrerer Popgenies wurde. Aus der Korner-Schule gingen neben den Rolling Stones, die Animals sowie John Mayalls nicht minder einflussreiche Bluesbreakers hervor. Charlie Watts pflegte schon damals das Image, nicht sonderlich viel zu sprechen, sondern lieber seine einfachen Rhythmen zu trommeln, die jedoch tief vom Jazz geprägt waren, insbesondere dem Sound Charlie Parkers.

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