Berlin - Nach einer praktisch verlorenen Opernsaison gehen die drei Berliner Häuser in der nächsten Spielzeit umso vehementer ans Werk. Keines belässt es bei den üblichen sechs Neuproduktionen. Die Deutsche Oper hatte sich mit Wagners „Ring des Nibelungen“ in der neuen Inszenierung von Stefan Herheim ein besonderes organisatorisches Problem ans Bein gebunden und wird durch die Schließungen zu unorthodoxer Premierenreihenfolge gezwungen: Nachdem bereits die „Walküre“ dem Eröffnungsstück „Rheingold“ voranging, folgt nun der „Siegfried“ auf das Schlussstück „Götterdämmerung“ (17.10.) und wird erst innerhalb des ersten vollständigen „Ring“-Zyklus vorgestellt, der am 9. November beginnt. Außerdem will das Haus zwei Produktionen der letzten Spielzeit nachholen: Marina Abramovićs „7 Deaths of Maria Callas“ (8.4.) und die oratorische Oper „Antikrist“ des schrullig-visionären dänischen Monumentalkomponisten Rued Langgaard (30.1.), sie wird inszeniert von Ersan Mondtag.

Auch die Staatsoper Unter den Linden steckt mit ihrem neuen Mozart-Da-Ponte-Zyklus, inszeniert von Vincent Huguet, im Premieren-Stau: „Le Nozze di Figaro“ konnte im letzten Jahr immerhin im Stream vorgestellt werden, „Così fan tutte“ dagegen fiel fast fertig geprobt dem ersten Lockdown zum Opfer und wird nun zur Saisoneröffnung am 3. Oktober nachgeholt, planmäßig zu den Festtagen (6. bis 17.4.) wird dann auch noch „Don Giovanni“ über die Bühne gehen (Premiere am 2.4.) – und natürlich wird alles von Daniel Barenboim dirigiert werden.

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