Stabilität und Gelassenheit sind nicht unbedingt die Qualitäten, die eine übliche Popkarriere in Gang bringen. Und schon gar nicht in der Dicke-Hosen-Abteilung Rap. Aber genau sie springen einem bei Marten Laciny, der sich Marteria nennt, als Erstes in Auge und Ohr. Auf seinem neuen Album „5. Dimension“ gelingt es ihm sogar, die Genre-Disziplin der trotzigen Prahlerei fast sachlich zu bringen: Das straff hüpfende „Niemand bringt Marten um“, erstes Stück des Albums, ist weniger muskulöse Selbstfeier als vielmehr eine Liebeserklärung ans Leben – er knickt nicht ein, nicht vor dem Nierenversagen, das ihn als Konsequenz riskanter Lifestyle-Entscheidungen vor ein paar Jahren fast dahingerafft hätte, noch vor Corona, „das starke und schwache Jungs trifft“, und auch nicht vor dem Diebstahl der Statue, die ihm ein Fan in seiner Heimatstadt Rostock aufgestellt hatte.

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