Berlin - Wenn Michael Rosen über Konzerte spricht, ist es, als würde ein Kind von Weihnachten erzählen: Die Pupillen werden groß, die Mundwinkel gehen nach oben und die Hände gestikulieren wild. Seit über zehn Jahren veranstaltet und kuratiert der  43-Jährige hierzulande Konzerte, mit dem Madeiradig hat er sogar ein eigenes Musikfestival auf der portugiesischen Atlantikinsel Madeira. Bedeutender ist für die Berliner aber wohl seine Reihe Kiezsalon, die seit ihrem Beginn im Jahr 2015 als Fundgrube gilt. „Detlef Diederichsen sagte einmal, dass es für ihn einer der wenigen Orte sei, wo er Musik noch entdecken könne“, berichtet Rosen.

In seinem Büro in der Brückenstraße, gleich neben dem Club KitKat und bei der Berliner Plattenfirma Monkeytown, versucht Rosen zu erklären, wie es ihm gelingt, so viele Raritäten zusammenzustellen. Er spricht davon, dass er einfach schon sehr lange mit Musik zu tun habe, sich ständig darüber austausche, viel höre und sich vor allem live einen Eindruck verschaffe. „Wie sonst will ich etwas kuratieren?“, fragt er und fügt sogleich hinzu, dass er niemals einen Künstler oder eine Künstlerin für den Kiezsalon zweimal buche. Es gebe so viele Talentierte und alle hätten einen Auftritt verdient. 

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