Berlin - Wir müssen leider draußen bleiben! Wenn man den 200. Jahrestag der Eröffnung des Konzerthauses auf dem Gendarmenmarkt am Mittwoch nicht mit Konzerten im Saal begehen konnte, dann eben auf dem Platz, bei Wind und unter ungewissen Wolken – immerhin ist es vor allem Karl-Friedrich Schinkels Bau, der hier gefeiert wird, und der wurde in seiner Anfangszeit auch für Schauspiel und Oper genutzt.

Aber da die Lage ungewiss war, kam der Auftrag an Bettina Pousttchi spät: Ganze drei Monate hatte die für ihre fotografischen, temporären Fassaden-Installationen bekannte Künstlerin Zeit für ihre Arbeit. Diese vermag produktiv zu irritieren: Hinter dem Portikus bis hinauf zum zweiten Giebel des Hauses ziehen sich nun fünf Säulen, die hinter und zwischen den sechs kürzeren originalen Säulen des Portikus sitzen. Pousttchis auf große Planen abgezogenes und auf ein Gerüst gespanntes Bild ist schwarz-weiß und hat mit seinen feinen Querstreifen die Anmutung eines krisseligen alten Fernsehbildes, einer Illusion aus der technischen Vergangenheit.

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