Monika Grütters ist eine Frau der Tat. Noch auf den möglicherweise letzten Metern ihrer Amtszeit als Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien schafft sie Fakten und schreibt Geschichte. Mitten in die von den Ländern geführte Diskussion über eine möglicherweise zu stärkende Rolle des Bundes in der Kulturförderung gründet sie eine Akademie für Popmusik, die einen nationalen Pop-Preis vergeben wird, und schüttelt damit eine weitere Bundeskulturinstitution aus dem Kostümärmel.

Mit dieser Maßnahme zeigt sich die CDU-Ministerin so volksnah wie innovativ und tätschelt dem linken Berliner Kultursenator – der sich eben noch dafür feiern ließ, die coronakrisengeschüttelten Clubs in den Status von Kulturstätten erhoben zu haben – beim Vorbeziehen lässig die Schulter. Denn die bereits länger bestehende (Förder-)Initiative Musik, die die Pop-Akademie stützen, die Kategorien des Preises erarbeiten und die Preisverleihung auch realisieren soll, residiert ja in der Berliner Friedrichstraße, und somit wird wohl auch die neue Akademie ihren Sitz in der Hauptstadt nehmen. 

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