Berlin - Es ist schon gut zwei Jahre her, da trat die damals 24-jährige Sängerin Celeste in der ARD-Show „Inas Nacht“ auf. Es war einer dieser gewollt bierseligen Momente, in denen die Gastgeberin sich wieder einmal gar nicht darüber einkriegen kann, was für einen tollen Show-Act sie da für ihre schrille kleine Talk-Sendung zu später Stunde an Land gezogen hat. Tatsächlich treten bei Ina Müller viele Musiker auf, lange bevor sie von einer größeren Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Das hat wohl auch mit den musikalischen Ambitionen der Ina Müller zu tun, kontrastreiche Sounds sind ein zentrales Element ihrer zotig-verquatschten Sendung.

Celeste sang in tief ausgeschnittenem Top „Stop the Flame“, ein kurzer Auftritt, in dem sie einerseits jazzige Coolness zelebrierte, der aber auch von zarter Schüchternheit belebt war, in der Celeste anschießend den Applaus aus der kleinen Bar im Hamburger Hafenmilieu entgegennahm. Wer zu dieser späten Stunde noch in der Lage war hinzusehen, vernahm ein Talent mit überbordenden Qualitäten, die gerade in ihrer Ungeschliffenheit bestachen.

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