Berlin - In einer Szene des Dokumentarfilms „Remember My Name“ packt der Endsiebziger David Crosby seinen Koffer und zieht wieder los. Es klingt nach einem etwas abgegriffenen Filmdrehbuch. Ein alternder Musiker begibt sich noch einmal auf Tournee. Das glamouröse Leben ist vorbei. Seine Gesundheit ist ruiniert, die meisten Freundschaften sind zerstört. Selbst sein alter Kollege Graham Nash, der ihm im Verlauf von Jahrzehnten ein freundschaftlich-verlässlicher Krisenmanager war, hat mit ihm gebrochen, nachdem Crosby sich auf hässliche Weise über die späte Liebe des gemeinsamen Freundes Neil Young zu der Schauspielerin Daryl Hannah geäußert hat. Poptitanen-Tratsch. Allein das Schultern der Gitarre scheint Crosby davor zu bewahren, sich sein charakterliches Scheitern einzugestehen.

Eine Verneigung vor Joni Mitchell

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