Berlin - Dieses Mal hätte der Chor die Enttäuschung über eine Absage gern ein bisschen kanalisiert. Zum Beispiel in eine angemessene Wut auf den Veranstalter. Studiosi cantandi, Berlins größter Laienchor, plant seit über einem Jahr zusammen mit dem Tonkollektiv der HTW und dem Kammerchor Bethanien ein gewaltiges Verdi-Projekt mit 120 Choristen und Musikern im Konzerthaus Berlin (BLZ 2.12.2020).

Dazu entstand ein raffiniertes, ganz einmaliges Hygienekonzept für das Haus. Alles war schon in den Endproben, als der Auftritt im November 2020 dem zweiten Lockdown zum Opfer fiel. Der Ersatztermin im Mai danach wurde wortlos begraben. Und dann das: Als sich im Juni das Kulturleben endlich entfesselte und die Bühnen wieder öffneten, erhielt der Chor vom Konzerthaus die Nachricht, für ihn sei kein Termin verfügbar, er dürfe sich für Februar 2022 bewerben.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.