Wenn ich zweimal hintereinander die Tonkombination D-H-A höre, bin ich wieder zwölf Jahre alt. Je nach Gemütszustand stehe ich dann in der Wüste oder am See, auf jeden Fall irgendwo in Hyrule, der Welt von Link, dem bekanntesten Nintendo-Helden nach Super Mario. Auf meiner Ocarina rufe ich mit D-H-A, bzw. den Tasten C oben, C links, C rechts auf dem Controller, mein treues Pferd Epona, das mich dann durch die weite Landschaft trägt, mit all ihren Rätseln, Monstern und Wundern, auf dass ich ihnen nicht allein begegnen muss.

Dass Musik ein Trigger für Erinnerungen und Emotionen ist, weiß jeder, der in Schlüsselmomenten des Lebens einen Song im Ohr hatte. Beim ersten Kuss zum Beispiel oder auch beim letzten, beim Blick über den Grand Canyon, im Kreißsaal. Oder eben als man nach langem Ringen endlich den bösen Ganondorf besiegt und damit Prinzessin Zelda und ganz Hyrule gerettet hatte.

„Bester Soundtrack für Videospiele und andere interaktive Medien“

Mit den rudimentären Sounds der 16-Bit-Ära hat die moderne Game-Musik nicht mehr viel zu tun – was freilich keinem, der seit Beginn dieses Artikels die Super-Mario-Hymne summt, die Freude daran verderben soll. Spielesoundtracks von heute sind hochkomplexe Kompositionen und in ihrer Entwicklung besonders anspruchsvoll, weil ihre Dramaturgie, anders als zum Beispiel beim Film, oft nicht vorgegeben ist, sondern vom Verhalten des Spielers abhängt.

Um dem Genre mehr Anerkennung zu zollen, hat nun die amerikanische Recording Academy bekannt gegeben, dass sie im kommenden Jahr zum ersten Mal auch einen Grammy für den „Besten Soundtrack für Videospiele und andere interaktive Medien“ verleihen wird.

Wer hätte in der Vergangenheit den Preis verdient gehabt? Hier kommt unsere Top-10 der Videospielsoundtracks.

Zelda: Ocarina of Time

Final Fantasy XV

Journey

The Elder Scrolls V: Skyrim

Super Mario Bros.

Horizon Zero Dawn

The Witcher 3: Wild Hunt

Cuphead

Secret of Mana

The Last of Us