James Levine setzt seinen Nachrufer in Verlegenheit. Einer der begnadeten Dirigenten seiner Generation war zugleich ein Sexualverbrecher. Ein Musiker, der mühelos das amerikanische Publikum begeistern und zugleich ein höchst subtiler Interpret auch neuer Musik sein konnte, vergriff sich über Jahrzehnte an Minderjährigen und Künstlern in ihren frühen Karrierejahren. Als 2016 die ersten Vorwürfe gegen Levine laut wurden, hatte die klassische Musikwelt ihren ersten großen #MeToo-Skandal, dem noch einige Skandale folgen sollten, auch solche, in denen sexueller Missbrauch keine Rolle spielte wie bei Daniel Barenboim. Ihnen allen war gemein, dass es um Machtmissbrauch durch Dirigenten oder sehr berühmte und einflussreiche Künstler ging.

James Levine war lange als besonderer Künstler geschützt

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