Als Schüler bin ich mit meinem Vater zu den Konzerten der Berliner Philharmoniker und des damaligen Radio-Symphonie-Orchesters gegangen. Die der Philharmoniker verbreiteten Glanz und Aura, die des seinerzeit RSO abgekürzten Orchesters fanden auch in der Arbeitsatmosphäre des Großen Sendesaals in der Masurenallee statt und schienen, ohne vornehm zu tun, zum Kern der Sache vorzudringen. Es hieß, die Philharmoniker seien besser, aber ich nahm das nicht wahr. Damals war Riccardo Chailly der junge Chefdirigent des RSO, und er setzte Werke aufs Repertoire, die man bei den Philharmonikern nie hörte, und überhaupt wirkte er tatkräftiger als der alte Karajan, der nur noch gelegentlich in der Philharmonie vorbeischaute. Das RSO kümmerte sich außerdem um neue Musik, mit der sich die Philharmoniker die Finger nicht schmutzig machen wollten.

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