Berlin - Da ist Rio Reiser mit seiner Fender-Gitarre, da ist das überfüllte Teach-In, da sind volle Aschenbecher, lange Haare und bunte Hemden, Demoplakate, Straßenfeste und Mao-Schriftzüge. Da ist der Mariannenplatz, das Rauch-Haus und die alte TU-Mensa, da ist der Rohbau des Neuen Kreuzberger Zentrums. Da sind Plenen an WG-Tischen, da ist die nackte Kommune 1, da sind Gastarbeiter auf kargen Kreuzberger Straßen, da sind Hippies und Freaks. Und noch mehr Hippies und Freaks.

All diese Szenerien werden vom 10. Juni an in der Ausstellung „Wenn die Nacht am Tiefsten – Ton Steine Scherben und ihre Zeit“ im und am Kunstquartier Bethanien zu sehen sein. Die Schau findet im Rahmen der Jubiläumswochen zur 50-jährigen Bandgründung statt. Aus zwei Straßentheatergruppen gingen im Jahr 1970 Ton Steine Scherben hervor. Die Band um Sänger Rio Reiser (1950–1996) und Gitarrist R.P.S. Lanrue soll die Gegen- und Alternativkultur in Westdeutschland und zum Teil auch in der DDR wie in der Folge keine zweite prägen (hier stimmt diese Phrase ausnahmsweise mal). Eigentlich sollte bereits vergangenes Jahr gefeiert werden, coronabedingt beginnen die Jubiläumsfestivitäten erst jetzt.

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