Berlin - Am Sonnabend bebt in Berlin die Erde. Zwar ist das Vibrieren der acht kreisrunden Holzinseln auf der Terrasse des Radialsystems ist so gut wie unsichtbar. Wer sich aber niederlässt auf der Installation der Schwedin Åsa Stjerna, hat das Hier und Jetzt schnell vergessen, denn der „Gesang der Erde“ nimmt einen gefangen, wie es nur körperliche Erfahrungen vermögen. Ohren und Tastsinn erreichen mal zarte, mal gewichtige Glockenklänge, die von tiefem Grollen abgelöst werden. Das „Beben“ ist hier nicht nur Metapher: Die Installation übersetzt die Daten von acht seismischen Messstationen von Helgoland bis zum Schwarzwald in synthetische Klänge. Durch unter den Holzplatten befestigten Lautsprechern gelangen sie zum Gast, den Takt gibt die Erde in Echtzeit vor. „Mein Ziel war schon immer, Verbundenheit zu etwas, das größer ist als man selbst, spürbar zu machen“, so die in Berlin lebende Künstlerin.

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