Berlin - Was hat uns die Musik Gustav Mahlers einst bedeutet! Die immer anders konzipierten symphonischen Erzählungen waren nicht nur Modelle für ein hochindividuelles, politisch und sozial Stellung beziehendes Komponieren, sie veränderten zugleich den Blick auf Beethoven oder Schubert, weil manches bei ihnen auf Mahler vorauszuweisen schien. Mahler bedeutete Widerstand gegen die Marktförmigkeit des Musiklebens – bis er selbst vom Markt geschluckt wurde. Seitdem wurden Mahlers als Wahrhaftigkeit positiv rezipierten Gebrochenheiten wieder zu dem, als was sie zu seinen Lebzeiten wahrgenommen wurden: Schwächen. Mahlers Musik klingt nun nicht mehr kantig, sondern kommt nicht in den Fluss; ihre Konzeptionen sind nicht mehr utopisch, sondern gehen nicht auf.

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