Mit ihrem beiläufig zeitgemäßen Entwurf von Country – und Lockdown-inspirierten Zeilen – landete ihr Name in der präsidialen Playlist von Barack Obamas Jahresrückblick 2020. Auf „I know I’m funny, haha“ entstaubt Faye Webster einmal mehr die Musik des Bible Belts. Vermarktet wird das Ganze unter Indie-Folk, was cooler klingen soll als Cowboyhüte, Hillbilly-Kitsch oder sonstige Genre-Klischees.

Doch der Klang der Lap-Steel-Gitarre weckt selbst bei Europäerinnen Heimatgefühle und Sehnsucht nach Weite. Auch als Hawaiigitarre bekannt, teleportiert ihr wehmütiger Sound einen direkt in andere Gefilde. Faye Webster, die daheim in Atlanta mit den dazugehörigen Musikstilen aufwuchs und 2019 mit ihrem dritten Langspieler „Atlanta Millionaires Club“ größere Bekanntheit erlangte, nutzt diesen Effekt, um die gnadenlose Unausweichlichkeit von Gefühlen zu konterkarieren.

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