Berlin - Immer wieder geht ein Raunen durchs Publikum, mitten im Song schreit jemand auf. Der Beifall wechselt vom zögerlichen „Darf der das überhaupt?“ zum anerkennenden „Der traut sich ja was!“ Auf der Bühne steht ein Typ im Rauschebart, der seine Gitarre mehr schlägt als spielt und der mehr schreit als er singt.

Gerulf Pannachs bitter-höhnische Spottlieder wider das Spießertum, den Herdentrieb und die hohle Propaganda durften in der DDR nie in staatlichen Studios aufgezeichnet werden. Zwei private Mitschnitte, aufgenommen im Februar 1974 im Hörsaal der Technischen Hochschule in Karl-Marx-Stadt und ein Jahr darauf im RAW-Kulturhaus Delitzsch, machen das Gros eines Albums aus, das jetzt, mit 45 Jahren Verspätung, beim Label Buschfunk erscheint.

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