Berlin - Es ist gerade einmal drei Wochen her, da nannte der Bundestag die Musikstätten in der Baunutzungsverordnung von „Vergnügungsstätten“ zu „Anlagen für kulturelle Zwecke“ um. Damit schaffte das Parlament die gesetzliche Grundlage, um Musikclubs als Orte gesellschaftlichen Werts anzuerkennen, sie vor Verdrängung zu bewahren und so den Zugang zu materiellen Förderungen zu erleichtern. Was das Berliner Abgeordnetenhaus bereits im November vergangenen Jahres beschlossen hatte, ist seither auch bundesweit gültig: Bars mit Livemusik, Konzerträume und Clubs stehen nun rechtlich auf einer Stufe mit Theatern oder Museen.

Jetzt kann sich die Szene über einen weiteren Schritt in Richtung mehr gesellschaftlicher wie staatlicher Anerkennung und Aufwertung ihrer Arbeits- und Gestaltungsorte freuen. Am Freitag erschienen die Ergebnisse der ersten bundesweiten Clubstudie, die von der durch die Bundesregierung geförderten Initiative Musik in Auftrag gegeben wurde. Die Studie untersuchte die wirtschaftliche Lage der Clubszene, ihre soziale Bedeutung und ihre kulturellen Bedarfe anhand quantitativer und qualitativer Daten und stellt fest: Es gibt fast 2000 Musikstätten bundesweit, davon 212 in Berlin. Dazu zählen Orte wie Jazzbars und elektronische Tanzschuppen sowie musikalisch bespielte Vereinsräume. Entscheidende Kriterien waren eine Kapazität bis zu 2000 Menschen und ein regelmäßiges musikalisches Angebot.

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