Berlin - Die besten Jahre sind für International Music vorbei. „Die besten Jahre“, so hieß vor drei Jahren das Debüt des Essener Trios. Nun leben sie, so der Titel des Nachfolgers, den „Ententraum“.

Auf Albumnamen muss man nicht viel geben. Aber man kann, zumal bei einer Band, die so viel Wert auf die Texte legt. Die besten Zeiten, glauben viele, liegen am Anfang. International Music entstanden 2015, als der Gitarrist und Keyboarder Peter Rubel und der Bassist Pedro Goncalves Crescenti, die bereits als folkpunkiges Duo Düsseldorf Düster Boys unterwegs waren (und noch sind), den Künstler Joel Roters kennenlernten und kurzerhand ans Schlagzeug setzten. Über eine Tour mit den Noiserockern Friends of Gas kamen sie zur Berliner Plattenfirma Staatsakt. Das Debüt bezauberte durch eine rumplige Unbeschwertheit, mit der die drei jede Menge zum leptosomen Post-Punk hin- und weiterführende Ideen präzise neu bedachten. Die Lyrics dazu pflegten einen lakonischen und ziemlich komischen Ton, mit eleganten Aperçus wie „Knie kaputt, Frisur ist scheiße, die besten Jahre sind vorbei“ und viel Inspiration aus Brauereilokalen: „Dies ist eine Bar / dies ist eine Kneipe“, und der charmant abgeranzte Sound erklärte ihre persönliche Präferenz.

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