Berlin
- Der Realismus in Leoš Janáčeks Oper „Jenůfa“ wird im fortgeschrittenen Regietheater zum Problem. Denn Janáčeks Realismus ist nicht nur, wie etwa der Puccinis, einer der Dramaturgie, sondern einer der musikalischen Sprache selbst: Janáček notierte auf der Straße Gespräche und suchte nach Sprechmelodien, die letztlich zum melodischen Fundament seiner Musik wurden. Die Neigung zum motivischen Signal, das weitestgehend verschont bleibt von den üblichen Kultivierungs-Ritualen abendländischen Komponierens, es schafft eine psychologisch hochgradig expressive Verbindlichkeit der Figuren. Von dieser zu abstrahieren ist überaus heikel.

Das Eis ist ganz konkret vorhanden

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.