Berlin - Die Komische Oper, die als erstes Berliner Opernhaus die laufende Spielzeit verloren gab, ist nun das erste, das wieder eine Premiere vor Publikum gibt: Johann Strauß’ letztes Bühnenwerk „Der Zigeunerbaron“, und zwar als „Der ‚Zigeuner‘baron“, wurde am Sonntag vorgestellt. Distanzierende Anführung des Wortes soll verdeutlichen, dass sich die Inszenierung von Tobias Kratzer mit dem umstrittenen Begriff auseinandersetzen will, statt ihn einfach zu löschen.

„Jetzt wollen sie mir auch noch das Zigeunerschnitzel wegnehmen!“ sagt Dominik Köninger als Graf Homonay, nachdem er während der Ouvertüre von einem Teller erst mit Appetit, dann zunehmend angewidert das umstritten benannte Gericht zu sich nahm – der Teller wird die ganze Aufführung über auf der Bühne bleiben.

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