Berlin - Dieses schöne, sparsam intime und eigenwillige Folkalbum braucht eigentlich keinen weiteren Kontext. Aber es erhöht natürlich schon die Spannung, dass die Songs von der 2013 gestorbenen Schauspielerin Karen Black geschrieben und gesungen sind.

Black wurde berühmt als eins der zentralen und dank eines intensiven Silberblicks auch eindrücklichsten Gesichter des New Hollywood, der Autorenbewegung im US-Kino der späten 1960er- und 70-Jahre. Dank Oscarnominierung und Golden Globes kratzte sie lange, etwa mit „Airport 75“ und Hitchcocks „Familiengrab“, am Popcornruhm. Vor allem jedoch bewahrte sie sich eine entschlossene Unabhängigkeit, sie spielte Prostituierte auf LSD, skrupellose Mörderinnen, Diner-Kellnerinnen unter der sozialen Glasdecke und eine Post-Op-Transfrau in Robert Altmans „Come Back to the 5 & Dime, Jimmy Dean, Jimmy Dean“ von 1982.

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