Als Kings of Leon 2003 erstmals in Erscheinung traten, hatten sie hohes Vermarktungspotenzial: drei Söhne eines Wanderpredigers, deren Kindheit eine dauerhafte Tour durch den amerikanischen Süden gewesen war. Unterstützt von ihrem Cousin ließen sie Garagenrock mit einer amüsanten Südstaatler-Verschrobenheit aufleben. Sie tranken und prügelten sich, wie nur Brüder in einer Rockband es vermögen, und trugen maßgeblich zur Rehabilitierung des Schnauzbarts bei – was man dereinst vielleicht als ihren wichtigsten Beitrag ansehen wird.

Denn wie man sich auf ihrem neuen und achten Studioalbum „When You See Yourself“ überzeugen kann, ist die Dringlichkeit, mit der die Band schon zu Beginn ihrer Karriere nicht gerade vor Originalität strotze, einer niederdrückenden Lustlosigkeit gewichen, die auch die schönsten Vintage-Synthesizer-Flächen nicht übertünchen vermögen.

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