Eigenartig, dass Peter Tschaikowsky nie in die Riege der großen Opernkomponisten aufgenommen worden ist. Eine bessere Grand Opéra als „Pique Dame“ ist schwer vorstellbar. „Mazeppa“ ist ein mit „Krieg und Frieden“ vergleichbares Epos für die Opernbühne. „Eugen Onegin“ ist einer der interessantesten und geglücktesten Versuche eines gleichsam intimen Musiktheaters, wie es später und wesentlich langweiliger Debussy mit „Pelleas et Mélisande“ angestrebt hat. Und „Jolanthe“, die letzte Oper von 1892, ist ein verdichteter Einakter von fast schon symbolistischer Märchenhaftigkeit. Er handelt von der blinden Königstochter Jolanthe, deren Vater alle Bediensteten unter Androhung des Todes angewiesen hat, vor dem Mädchen nicht vom Sehen und vom Licht zu sprechen: Es soll nicht wissen, dass ihm ein Sinn fehlt.

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