Berlin - Merck Mercuriadis gab sich große Mühe, den Deal auf eine persönliche Ebene zu heben. Ein großer Neil-Young-Fan sei er, habe bereits mit sieben Jahren sein erstes Young-Album gekauft. Von „Harvest“, so ist im Musikmagazin Rolling Stone zu lesen, kenne er jede Note, jedes Wort, jede Pause. Nun gehört Mercuriadis weit mehr als nur eine Platte. Der inzwischen 57-jährige Kanadier erwarb über sein Investment-Unternehmen Hipgnosis Songs Fund die Rechte an insgesamt 1180 Songs von Neil Young und schwappte dafür angeblich 150 Millionen Dollar auf das Konto des ebenfalls kanadischen Songwriters.

Tatsächlich geht es hier um mehr als die ausgelebte Leidenschaft eines offenbar wohlhabenden Fans. Denn fortan erhält Mercuriadis Geld, sobald ein Young-Song gestreamt, in einem Film verwendet oder im Radio gespielt wird. Und so hat das Geschäft vor allem eine sehr rationale Ebene, auf der es ausschließlich um Renditeerwartungen geht. Für Mercuriadis ist Musik längst nicht mehr nur zum Hören da. Songs seien ein Investitionsgut „wie Gold oder Öl“, verriet er der britischen Rundfunkanstalt BBC.

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