Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich als Kind und Jugendliche mit meiner Mutter in den örtlichen Plattenladen ging und Musik aussuchte oder vorbestellte. Es gab immer etwas, dass ich noch entdecken wollte, und die Vorfreude vor dem ersten Abspielen war immens! Da ich mir aber nicht jedes Album, jede EP, jede Single leisten konnte (und Mama auch nicht), durchwühlte ich sämtliche Zeitschriften, Zeitungen und Musiksender nach dem großen Kick, dem gewissen Etwas, das man 25-mal hintereinander hören konnte. Und in gewisser Weise musste man das auch, da es oft ewig dauerte, bis ein Album herauskam, im Musikgeschäft landete und schließlich über die heimische Stereoanlage zu hören war.

Heute ist das anders. Jeden Tag wird Musik veröffentlicht, auf den Streamingdiensten, Social-Media-Plattformen und Videoportalen ist sie sofort verfügbar. Seit Covid-19 die Live- und Kulturbranche lahmgelegt hat, hat diese Dynamik sogar noch an Fahrt aufgenommen. Künstlern bleibt nur noch das Netz, um sich zu präsentieren und zu finanzieren.

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