Berlin - Da hätten die alten Genossen mit dem Kopf geschüttelt: Ausgerechnet am 7. Oktober 2020, also am 71. Jahrestag der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik, verteidigt Nikolai Okunew, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam, seine Dissertation: „Red Metal: Die Heavy-Metal-Subkultur der DDR“. So etwas wäre unter der Führung der Sozialistischen Einheitspartei kaum möglich gewesen. Nur weil diese seit nunmehr über dreißig Jahren nicht mehr an der Macht ist, lässt sich erklären, dass eine Bildungseinrichtung Okunew die Bestnote summa cum laude gibt. Gelobt wird die Akribie seiner Recherche, die Tiefe der Analyse und die hohe Lesbarkeit der Arbeit.

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