Jaromir Weinbergers Oper „Schwanda, der Dudelsackpfeifer“ war seinerzeit die meistgespielte Oper im deutschsprachigen Raum. Selbst an der Komischen Oper, deren Orchester unter Leitung des Chefdirigenten Ainārs Rubiḳis eine Weile braucht, um auf Touren zu kommen, und auch dann etwas hinter der gewohnten Form bleibt, kann man das nachvollziehen. Vor der deutschen Erstaufführung im Jahr 1928 in Breslau hatte das Opernpublikum vor allem mit den Werken Richard Strauss’ und Franz Schrekers zu tun, mit mythologisch oder psychoanalytisch aufgeladenen Stoffen und hoch komplizierten, tendenziell gestaltlosen Partituren. Die märchenhafte „Volksoper“ von Weinberger mit ihren klaren Melodien und ihrem pragmatischen Klangfarbeneinsatz musste da wie frischer Wind in abgestandener Wohnstubenluft wirken.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.