Berlin - Eine Trompete bloß als Rohr mit drei Knöpfen zu bezeichnen, das ist schon arg lieblos, oder? Doch tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. In der Verknappung liegt die Liebe, große Liebe. Sogar eine feste Beziehung, die Sven Regener mit der zwischen Hund und Herrchen vergleicht, die sich ja angeblich immer ähnlicher werden mit der Zeit. Das ist bei diesem kuschelbärigen Bass von einem Mann und der kleinrüsseligen Trompete, nun ja, eindeutig nicht der Fall. Regener meint ja auch nicht Äußerlichkeiten.

Er meint den Klang, die von innen nach außen geblasenen Werte. Er findet jedenfalls, dass seine Gesangsstimme seiner Trompeterstimme sehr ähnelt. Beide monofon, verzerrt, beide mit viel Vibrato. Regener gibt sofort zu: „Ich habe die Trompete immer als meine schönere Stimme empfunden.“ Und dann sagt er noch: „Die tiefe Liebe zu ihr, hat mich nie verlassen.“ Ein Rohr, drei Knöpfe. Resonanz. Gefühle. Die Kennenlerngeschichte kommt später.

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