Ein fataler Seiteneffekt der verfehlten EU-Impfpolitik ist es, Boris Johnson und allen Brexit-Befürwortern Wind in die Segel zu pusten. Aber neben einem raschen, nicht an den EU-Konsens gebundenen UK-Impfprogramm ist dem Brexit ein weiterer positiver Aspekt erwachsen: reaktiver Ärger in der Popmusik, wie er oft die besten Resultate hervorruft. Über Letztere haben wir hier im Lauf des vergangenen halben Jahrzehnts oft berichtet; von den Underclass-Vignetten der Sleaford Mods bis hin zu sperrig explosiven Gitarrenbands wie Black Midi und Squid.

Einer der erfolgreichsten Musikwutbürger ist der 1994 geborene Tyrone Kaymone Frampton alias slowthai aus Northhampton, der auf seinem Debüt „Nothing Great About Britain“ 2019 Grime und Punk mischte und sich den Frust über Klassismus, Rassismus und Nationalismus der Brexit-Kaste von der Seele rappte. In bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen, traf slowthai den Nerv einer Generation.

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