„I don’t talk about that much“, ich rede nicht so viel darüber, heißt ein Lied auf dem Debütalbum von Smerz. Eine Art Trance-Stück, wie man es zuletzt um den Millenniumswechsel zu hören glaubte oder noch als Soundkulisse bei Achterbahnfahrten im Europa-Park finden mag: irgendwie schnell, irgendwie pumpend, irgendwie klitschig. Darüber die zierlichen Sopranstimmen von Henriette Motzfeldt und Catharina Stoltenberg, die ziemlich entspannt auf dem Liedtitel rumkauen. Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht.

Motzfeldt und Stoltenberg überlagern in „I don't talk about that much“ mehrere Rhythmen und bedienen sich dabei ganz ungeniert beim jahrhundertealten norwegischen Volkstanz, dem Hallingdans. Im dazu gehörigen Musikvideo sieht man das Duo mit mehreren Menschen in weißer Tracht vor schwarzer Kulisse wanken. Doch wer hier glaubt, dass die jungen Frauen aus Norwegen nun einfach Tradition mit Moderne mischen, irrt erneut: Lars von Trier’s Filmdrama „Dogville“ hat sie inspiriert. Und diese Ästhetik, das Düstere, das Verschrobene, wozu es nur weniger Worte bedarf, haben sich die Studienfreundinnen in ihrem Song sowie auf dem Debütalbum „Believer“ zu eigen gemacht.

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